Wer Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke führt oder als Eigenmarke anbietet, bewegt sich in einem rechtlich sensiblen Bereich. Im Apothekenalltag stellt sich häufig die Frage, welche Aussagen in Werbematerialien – insbesondere bei apothekeneigenen Produkten – rechtlich zulässig sind.
Ein fundiertes Wissen über rechtliche Verantwortlichkeiten, Verpflichtungen und Gestaltungsspielräume ist daher essenziell, um Verwaltungsstrafen zu vermeiden und gleichzeitig Chancen in der Vermarktung zu nutzen.
Dieses Modul vermittelt einen praxisnahen und fundierten Überblick über die regulatorischen Grundlagen für Nahrungsergänzungsmittel in Österreich und der Europäischen Union.
Behandelt werden insbesondere die rechtlichen Anforderungen an Auslobung, Bewerbung und Kennzeichnung von Produkten. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Health-Claims-Verordnung und ihrer korrekten Anwendung in der Praxis – inklusive der Frage, welche Aussagen zulässig sind und wie typische Fehler vermieden werden können. Darüber hinaus werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für NEM-Eigenmarken und Private-Label-Produkte beleuchtet.
Im Workshop-Teil erarbeiten die Teilnehmer:innen gemeinsam eine vollständige Produktkennzeichnung inklusive Health Claims und vertiefen das erworbene Wissen anhand eines praxisnahen Beispiels.
Inhalte im Überblick:
- Rechtliche Verantwortlichkeiten und Pflichten von Apotheker:innen
- Anforderungen an Kennzeichnung, Auslobung und Bewerbung von NEMs
- Health-Claims-Verordnung: zulässige Aussagen und häufige Fehler
- Rechtliche Besonderheiten bei apothekeneigenen Eigenmarken
